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Lot: 2

Hans Brosamer
(Fulda um 1506 - um 1554 Erfurt)
Bildnis Sebolt Schwarcz
Öl auf Holz
Maße: 48 x 32 cm
Datierung: 1523
rechts oben monogrammiert: HB

Das Gemälde trägt auf der Rückseite das Allianzwappen der Familien Schwarz und Maurer, deren Wappen im Nürnberger Kienerschen Wappenbuch von 1590 aufgeführt sind. ( vergl.Löcher 2009, Seite 28 und 29 mit Farbabbildung). Löcher führt zutreffend aus, das zu dem Bildnis "Sebolt Schwarcz" ein heute verschollenes Bildnis seiner Ehefrau Anna, geborene Maurer, gehörte.
Provenienz
Sammlung Kaiser Wilhelm II
als Geschenk des Kaisers an: Phillipp, Fürst zu Eulenburg und Hertefeld, Graf von Sandels, Schloss Liebenberg, Mark Brandenburg
in Erbfolge an: Friedrich-Wend, Fürst zu Eulenburg und Hertefeld, Graf von Sandels, Schloss Liebenberg, Mark Brandenburg
1937 als Hochzeitsgeschenk an die Tochter des Fürsten; Ingeborg Marie von Schoenebeck, geb. Gräfin zu Eulenburg und Hertefeld
Während des Krieges war das Gemälde ausgelagert in einem Schloss der Barone Mayr-Melnhoff in der Steiermark.
Kunsthandel New York, 1990
Privatsammlung

Ausstellungen
Bedeutende Gemälde, Grafik und Zeichnungen des 16. – 20. Jahrhunderts. Baden-Baden, Mai 1993, Nr. 6; München 2011: Dürer-Cranacch-Holbein, Die Entdeckung des Menschen: Das deutsche Porträt um 1500., 16. September 2011 – 15. Januar 2012, Bildtext in der Ausstellung durch HR Dr. Schütz, Kunsthistorisches Museum Wien.
Literatur
IKD (1993), A. Kat. Baden-Baden, Nr. 6
IKD (1994) Meisterwerke der Malerei aus privaten Sammlungen. LLN
Löcher (2009), "Zu den Nürnberger Anfängen des Malers Hans Brosamer" in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der
Stadt Nürnberg, 96. Band, Seite 27-31 mit Farbabbildung auf Seite 24
Nürnberger Zeitung, Beitrag vom 30. 12. 2009 zu Band 96 des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg. (2009)


Schätzwert: 90.000,00 Euro Mindestgebot auf Anfrage

 
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Biografische Daten des Künstlers

Hans Brosamer
Fulda um 1506 - um 1554 Erfurt

Hans Brosamer wurde um 1506 in Fulda geboren. Er signierte seine Arbeiten mit dem Monogramm "HB" und betätigte sich sowohl als Maler von Bildnissen, die von Lucas Cranach d. Ä. geprägt sind, in dessen Werkstatt in Wittenberg er um 1550 bis zu seinem Ortswechsel nach Nürnberg tätig war. Später ist er auch von Albrecht Dürer beeinflusst worden. Als Kupferstecher und Formschneider (Holzschnitt) machte er sich einen bekannten und geschätzten Namen. Die Gemälde seiner Hand sind selten. Zu seiner Nürnberger Schaffensphase von 1518/19-1529 zählen einige nur durch Holzstiche oder Kopien überlieferte Werke, sowie die Bildnisse "Hans Pirkel" von 1520 in der Sammlung des Kunsthistorischen Museum in Wien , das Bildnis "Hanns Durr" von 1521, das Bildnis "Jochen Wirmann" von 1521, Bildnis "Sebolt Schwarcz" von 1523 und das Bildnis "Katharina Merian", von 1524, heute in der Sammlung des Metropolitan Museum New York (Inv. Nr. 1982.60.38). Es war zuvor in der Sammlung von Jack und Belle Linsky. 1536 war Brosamer bereits in Fulda ansässig und malte dort den Fuldaer Kanzler "Johannes von Otthera". Das Gemälde befindet sich im Bestand der Kurhessischen Hausstiftung auf Schloss Fasanerie in Fulda. Vielleicht hat den in Nürnberg sehr geschätzten Künstler die Berufung zum Hofmaler bei Fürstabt Johann III, Graf von Henneberg-Schleusingen (1521-1541) und seinem Nachfolger Fürstabt Philipp Schenk zu Schweinsberg (1541-1550) dazu bewogen, Nürnberg zu verlassen und in Fulda zu arbeiten. Aus dem Jahr 1542 ist ein religiöser Kupferstich Brosamers bekannt, der den "Gekreuzigten" darstellt. (F. w. H. Hollstein: German Engravings, Etchings and Woodcuts ca. 1400-1700, Amsterdam 1954, Seite 213, 262, 235, B. 60). Um 1645 entstand ein Porträt des Herzogs von Württemberg. Vermutlich verlässt er 1546 Fulda. Um 1550 war er an der Illustration der Lutherbibel von Wittenberg beteiligt. Wann er nach Erfurt übersiedelt ist kann man nicht genau belegen, 1554 entsteht dort der Holzschnitt "Bathseba im Bade" (H. 71). Im gleichen Jahr scheint er dort verstorben zu sein.