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Lot: 20
    


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Zarenkommode
Maße: 82,5 x 66 x 40,5 cm

Mahagoniholz

Historisch bedeutendes Möbel.

Die Kommode war für die Morgen-und Abendtoilette gedacht. Die obere Platte ist aufklappbar, im Innern befand sich vermutlich eine Wasserschüssel. In der Kommodenfront ist oben rechts und links jeweils eine kleine Schublade mit Messingknopf. Der untere Teil der Kommode hat eine Tür mit Messingknopf, die sich nach rechts öffnet.
Provenienz
Rückseitig der Originalaufkleber nach 1917 mit der Herkunftsbestätigung ″ANITSCHKOW PALAST″ und der Registrier Nummer. Das Anitschkow-Palais in St. Petersburg, aus dem dieses historisch bedeutende Möbel, das aus dem frühen 19. Jhdt. stammt, war ab 1793 auf Anordnung von Zarin Katharina II offizielle Zarenresidenz und wurde in der Folge von der Zarenfamilie bewohnt:

1809
Großfürstin Katharina Pawlowna (1816-1819 Königin von Württemberg)

1816
Großfürst Nikolaus, ab 1826 Zar Nikolaus I und der Zarin Alexandra Fjodorowna (Tochter von König Friedrich Wilhelm III von Preussen)

1818
Alexander Nikolajewitsch, von 1855-1881 Zar Alexander II und Zarin Maria Alexandrowna (Prinzessin Marie von Hessen-Darmstadt)
Großfürstin Maria (geb. 1819)
Großfürstin Olga (geb. 1822)
Großfürstin Alexandra (geb. 1825)
Großfürst Konstantin (geb. 1827)
Großfürst Nikolai (geb. 1821)
Großfürst Michael (geb. 1832)

1865/1881
Zar Alexander III und Zarin Maria Fjodorowna (Prinzessin von Dänemark 1847-1928)
Großfürst Nikolaus (geb. 1868)
Großfürst Nikolaus, Zar Nikolaus II (ab 1894-1917)
Großfürst Georgi (geb. 1871)
Großfürst Xenia (geb. 1875)
Großfürst Michael (geb. 1878)
Großfürstin Olga (geb. 1882)

1917
Bis zur Revolution diente der Palast auch als Residenz der Zarenmutter Maria Fjodorowna

1918
Am 16. 3. 1918 wird der Palast Eigentum des Kommissariat der Republik und wird durch Dekret vom 4. 10. 1918 nebst Inventar Teil des Petrograder Museums. (bis 1934)

1924
Inventarisierung der Kunstgegenstände um diese im Inland und später auch im Ausland zu verwerten.

1927
Verkauf der Kunstgegenstände aus den Zarenresidenzen: Winterpalais, Anitschkow Palast und Palej-Palast-Museum in Zarskoje Selo.
Alle Kunstwerke wurden mit einem Inventarzettel versehen, der die genaue Herkunft vermerkte.
Literatur
Gafifullin, R. (2001), Kunst und Antiquitäten aus den Leningrader Schlossmuseen
Maier-Preusker (2012), Historische Anmerkungen zum St. Petersburger Anitschkow Palast. Seite 5

Schätzwert: 45.000,00 Euro Mindestgebot auf Anfrage

 
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